Geld für sozialen Wohnungsbau muss zeitnah und zielgerichtet eingesetzt werden

„Das Saarland erhält vom Bund immer mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau, während gleichzeitig die Zahl der sozial gebundenen Wohnungen massiv zurückgeht – obwohl der Bedarf wächst.
Daher brauchen wir schnellstmöglich ein Programm für den Bau von bezahlbarem Wohnraum für Familien, ältere Menschen und Singles insbesondere in den Ballungszentren aufzulegen. Auch außerhalb des klassischen Sozialwohnungsbaus muss mehr bezahlbarer Wohnraum für Familien, ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen entstehen.

Ich sehe hier neben der Landesregierung auch die Stadtverwaltung Saarbrücken gefordert, um endlich Fortschritte in diesem Bereich zu erreichen. Es muss eine Förderung über Zuschüsse geben, zumal die Preise für den Wohnungsbau in den letzten Jahren massiv angestiegen sind. Zudem stellen alleine zinsverbilligte Darlehen aufgrund aktuell niedriger Zinsen keine effektiven Anreize für Investoren zum Bau von Sozialwohnungen dar.
Neben Sozialwohnungen muss außerdem bezahlbarer Wohnraum im mittleren Preissegment für Familien, ältere Menschen und insbesondere der barrierefreie Wohnraum gefördert werden.

Um den Bau von Sozialwohnungen zu beschleunigen, plädiere ich für die Umsetzung des sogenannten Münchener Modells. Dabei werden sozial gebundene Grundstücke zu einem vergünstigten Preis in einem Auswahlverfahren an Bauträger oder Genossenschaften veräußert, damit darauf Miet- bzw. Genossenschaftswohnungen errichtet werden. Die Bindungsdauer beträgt 40 Jahre. In diesem Zeitraum dürfen die Wohnungen ohne Zustimmung der Stadtverwaltung nicht verkauft werden. Ich sehe die Landeshauptstadt gefordert, zu prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen mit einem solchen Modell auch private Investitionen in den sozialen Wohnungsbau vorangetrieben werden können.

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