Verbesserungen bei der Barrierefreiheit in Saarbrücken – Mehr behindertengerechter Wohnraum

“Im Bestreben, allen Saarbrücker*innen eine gleichberechtigte Teilhabe am Alltag zu ermöglichen, müssen in der Landeshauptstadt noch große Schritte unternommen werden. Das gilt insbesondere für das Thema barrierefreies Bauen. Bereits jetzt mangelt es an barrierefreien Wohnungen für Mitbürger*innen mit Behinderung und für ältere Menschen. Diese Situation wird sich durch den demographischen Wandel noch verschärfen. Daher geht mein Appell an die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und Privatinvestoren, bei Neu- und Umbauten das Thema Barrierefreiheit immer mit zu berücksichtigen und die Wohnungen möglichst rollstuhlgerecht auszustatten. Gemeinsam mit den Grünen im Stadtrat werde ich außerdem für den kommenden Haushalt beantragen, dass im Baudezernat künftig ein/e Mitarbeiter*in sich ganz gezielt um dieses Themenfeld kümmert.

„Darüber hinaus spreche ich mich für einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aus, den die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden erarbeiten soll. Denn nur, wenn sich alle Akteure eng abstimmen und wir feststellen, wo welche Bedarfe bestehen, können wir das Ziel erreichen, alle öffentlichen Gebäude, Straßen, Wege und Plätze, Busse, Bahnen und Haltestellen barrierefrei zu gestalten. Außerdem bitte ich alle Bürger*innen und Unternehmer*innen, in ihrem privaten Umfeld zur Barrierefreiheit beizutragen. So gibt es beispielsweise in der Stadt noch recht wenige Ladenlokale, die über eine Rollstuhlrampe verfügen.”

Zusammen mit den Grünen werde ich im Stadtrat auch weiterhin Initiativen einbringen, um alltägliche Barrieren in Saarbrücken abzubauen und mehr Teilhabechancen für Bürger*innen mit Behinderung zu schaffen. Ich bin erfreut, dass wir bereits in der Vergangenheit durch unsere Anträge zahlreiche Verbesserungen erreichen konnten. Dazu zählen unter anderem der behindertengerechte Umbau der Kaltenbachstraße, die Einführung von Informationen in ‘leichter Sprache’ oder die Zusammenarbeit der Stadtbibliothek mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde, um das Angebot an Hörbüchern deutlich zu erweitern. Außerdem wird die Stadt auf Initiative von mir und der Grünen-Fraktion hin eine Stelle für eine/n hauptamtliche/n Behindertenbeauftragte*n schaffen, sodass die Interessen von Mitbürger*innen mit Behinderung künftig bestmöglich vertreten werden.“

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