Landeshauptstadt muss soziale Verantwortung übernehmen!

Kürzlich hat die Landeshauptstadt ohne große Vorankündigung und zu unser  aller Überraschung die Wartehäuschen an der Saarbahn-Haltestelle  Johanneskirche abreißen lassen. Seit vielen Jahren versammelten sich in und  um die Häuschen sogenannte Randständige, wodurch die Haltestelle immer  wieder als sozialer Brennpunkt in die öffentliche Diskussion geriet. Viele  Bürger:innen, die auf die Bahn warten, fühlen sich an der Johanneskirche  nicht sicher. Auch ich bin dafür, Lösungen zu finden, damit die  Johanneskirche ein sicherer Ort für alle wird. Allerdings darf die Lösung  nicht lauten, bestimmte Personengruppen durch den Abriss der Wartehäuschen  schlicht zu vertreiben. Damit löst die Stadt keine sozialen Probleme oder  erhöht die Sicherheit, sie verlagert die Probleme lediglich. Was wir  brauchen sind nachhaltige Maßnahmen, um die Situation der Mitbürger:innen,  die sich täglich an den Unterständen versammelten, zu verbessern.  Das ist  unsere soziale Verantwortung! Ich fordere gemeinsam mit der Grünen Fraktion im Stadtrat ein Gesamtkonzept, das in  Zusammenarbeit mit Sozialarbeiter:innen, dem Zentrum für Bildung Saar, dem  Sozialdezernat der Landeshauptstadt und den Wohlfahrtsverbänden erstellt  werden muss, um die Sozialarbeit in der Landeshauptstadt und damit letztlich  die Situation für sozial schwächere Menschen zu verbessern. Ergänzt werden  muss dies durch ein Quartiersmanagement im Nauwieser Viertel, für das ich mich gemeinsam mit der Grünen-Fraktion bereits seit Jahren einsetze. Saarbrücken muss ein lebenswerter Ort für  alle sein, und das gilt auch für sozial schwächer gestellte Mitbürger:innen!

Ein Foto der Unterstände vor der Johanneskirche in Saarbrücken.

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