Barrierefreiheit im Alltag darf nicht optional sein, sondern muss selbstverständlich mitgedacht werden. Deshalb begrüße ich ausdrücklich, dass die Verwaltung der Landeshauptstadt Saarbrücken gemeinsam mit dem Behindertenbeirat nun eine praktikable Lösung entwickelt hat, um Poller für sehbehinderte Menschen besser sichtbar zu machen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Sicherheit und Teilhabe im öffentlichen Raum.
Die Verwaltung hat nach intensiven Beratungen verschiedene Markierungsvarianten getestet und sich schließlich für eine kontrastreiche Kennzeichnung mit weißen, retroreflektierenden Folien entschieden. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen und zunächst in Bereichen mit hoher Fußgängerfrequenz beginnen – insbesondere rund um den St. Johanner Markt und die Bahnhofstraße.
Damit wird eine langjährige Forderung meinerseits umgesetzt. Gerade die anthrazitfarbenen Poller am St. Johanner Markt sind für viele sehbehinderte und ältere Menschen schwer erkennbar. Sie stellen ein vermeidbares Unfallrisiko dar. Umso erfreulicher ist es, dass meine Forderung nach einer kontrastreichen Gestaltung nun aufgegriffen wird. Die beschlossene Lösung verbessert die Sichtbarkeit deutlich, ohne das Stadtbild zu beeinträchtigen.
Diese Maßnahme darf jedoch nur ein erster Schritt sein. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet uns, allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Dazu gehören barrierefreie Haltestellen, Blindenleitsysteme und sichere Wege ebenso wie gut erkennbare Poller. Ich erwarte, dass die Stadt die beschlossene Umrüstung konsequent und kontinuierlich vorantreibt und dabei weiterhin eng mit den Behindertenverbänden zusammenarbeitet.
