Max-Ophüls-Preis: Weitere Verbesserung der Barrierefreiheit

Beim diesjährigen 38. Filmfestival Max-Ophüls-Preis gab es in puncto Barrierefreiheit einige positive Neuerungen. Die Einrichtung des Systems Greta für blinde Zuschauer*innen und weitere inklusive Maßnahmen sind für uns Grüne wichtige Schritte in Richtung eines Max-Ophüls-Preises für alle.

“Die Einführung der Smartphone App „Greta“ ist für mich eine herausragende Neuerung. Dadurch war es mir möglich, in zahlreichen Filmen die sogenannte Audiodeskription auf meinem Mobiltelefon über einen Kopfhörer angesagt zu bekommen. Das eine große Hilfe für mich, das Festival eigenständig und unabhängig zu erleben.
Für diese Innovation bedanke ich mich ganz herzlich beim MOP-Team um Svenja Böttger.“
Für mich als behindertenpolitischer Sprecher der Bündnis 90/ Die Grünen Stadtratsfraktion der Landeshauptstadt war dies eine sehr gute Erfahrung.

Darüber hinaus bewerten wir Grünen sehr positiv, dass die Gebärdenverdolmetschung der Preisverleihung im
E-Werk und deren Übertragung im Internet-Livestream auch in diesem Jahr beibehalten wurde. Zwar gab es einige Probleme beim Ton im Stream, allerdings bin ich mir sicher, dass hieran auch gearbeitet wird. Vielleicht auch einmal eine interessante Erfahrung für Nichtbehinderte, wenn der Ton fehlt und man gerne etwas verstehen würde.

Insgesamt entwickelt sich das Festival Max-Ophüls-Preis im Hinblick auf inklusive Veranstaltungen sehr positiv – eine Tatsache, die von uns Grünen eindeutig begrüßt wird. Die Fraktion sieht damit auch einen Teil ihrer Forderungen für eine konsequente Einrichtung inklusiver Maßnahmen umgesetzt.

Abschliessend möchte ich noch Folgendes anmerken: „Wo viel Licht, da auch Schatten. Leider war es dieses Jahr immer noch nicht möglich, die Filme im Filmhaus auch für unsere Mitbürger*innen mit Gehbehinderung und für Rollstuhlfahrer barrierefrei anzubieten. Der fehlende Aufzug und der gepflasterte Zugang zu unserem kommunalen Kino verhindern dies. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich diese Situation im Rahmen der von Kulturdezernent Thomas Brück vorgeschlagenen Umgestaltung des Filmhauses ändern wird. Danach ist dann unser Filmfestival Max-Ophüls-Preis für alle Filmbegeisterten da.“

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