Aktionstag Inklusion: Barrieren im Alltag konsequent abbauen!

„Am 5. Mai findet der jährliche europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto “Inklusion von Anfang an”.
Anlässlich dieses Tages weise ich auf unsere gesellschaftliche, politische und rechtliche Verpflichtung hin, allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am Alltag zu ermöglichen. Das ist mir ein enorm wichtiges Anliegen. Doch haben wir bis zur vollständigen Barrierefreiheit im Alltag in der Landeshauptstadt Saarbrücken noch einen weiten Weg vor uns. Was wir brauchen, ist ein Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, den die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit betroffenen Vereinen und Verbänden erarbeiten soll. Sein Ziel muss es sein, zunächst alle öffentlichen Gebäude, aber auch Straßen, Wege und Plätze, Busse, Bahnen und Haltestellen schrittweise barrierefrei zu gestalten.

Gleichzeitig appelliere ich an alle Bürger*innen, auch in ihrem privaten Umfeld zur Barrierefreiheit beizutragen. Beispielsweise gibt es in der Stadt noch recht wenige Ladenlokale und Kneipen, die über eine Rollstuhlrampe verfügen. Das wäre ein Ansatzpunkt.
Schließlich brauchen wir eine deutlich bessere Personalausstattung an unseren Schulen, um die schulische Inklusion erfolgreich umzusetzen und alle Kinder angemessen zu fördern. Hier ist die Landesregierung gefordert, für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen.

Zusammen mit der Grünen-Stadtratsfraktion habe ich in der Vergangenheit bereits zahlreiche Initiativen in den Stadtrat eingebracht, um die Inklusion voranzutreiben. So haben wir zum Beispiel Projekte wie den Umbau der Kaltenbachstraße am St. Johanner Markt oder die Einführung von geteilten Fußgängerüberwegen als Standard für die Landeshauptstadt angestoßen. Darüber hinaus wurde auf meinen Antrag hin beschlossen, dass die Stadt künftig Informationen in “leichter Sprache” bereitstellen wird. Auch konnte ich gemeinsam mit der Fraktion erreichen, dass die Saarbrücker Stadtbibliothek die Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde aufnimmt und demnächst 40.000 weitere Hörbücher in ihren Bestand aufnehmen kann.

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